Es ist klar, welches Thema das Projekt behandeln, welche primären Suchbegriffe bedient werden sollen, doch du weißt jetzt nicht, wie du den perfekten Domainnamen finden kannst? Vermutlich steht auch schon die Erscheinungsform fest (Ratgeber, Blog, Community, Shop, Vergleichsportal etc.). Stellt sich nun die Frage, wie das Kind heißen soll. Doch es geht nicht nur darum, dem Projekt irgendeinen Namen zu geben, darauf basierend ein hübsches Logo / Design zu entwickeln. Es geht auch darum, daraus einen guten Domainnamen ableiten zu können.


Keyworddomain oder Branding? Ein guter Domainname bzw. Projektname ist elementar.

Domainname und WordPress Hosting finden

Bei der Namensfindung für ein Internetprojekt treffen Disziplinen des klassischen Marketings sowie der Suchmaschinenoptimierung aufeinander. Und wie es nun einmal ist: weder das eine noch das andere Gebiet stellt eine strikte Wissenschaft dar, und so gibt es viele verschiedenen Meinungen.

Unter Suchmaschinenoptimierern beispielsweise darüber wie nützlich / schädlich es ist, das Keyword im Domainnamen zu haben. Tatsächlich war es noch vor wenigen Jahren sehr nützlich. Weshalb zahlreiche Domains nach dem Schema autoversicherung-12345.de entstanden sind. Hauptsache der Suchbegriff „Autoversicherung“ taucht in der Domain auf. Dem ist heute nicht mehr so. Wie Google das jetzt genau bewertet, nichts genaues weiß man nicht. Zumindest jedoch rankt eine Seite nicht automatisch, wurde dieses Rankingkriterium abgewertet.

Das Keyword in der Domain zu haben könnte jedoch einen anderen Effekt bewirken: Wenn jemand bei Google nach einer neuen Autoversicherung sucht könnte er Domains, welche diesen Begriff im Namen haben eher anklicken. Zumindest eher als eine Seite, die dem Namen nach eher mit Kochrezepten zu tun hat. Tatsächlich kann ein guter Domainname eine Message senden. Sie kann Spezialisierung vermitteln, neugierig machen, Menschen dazu verleiten auf diesen Link zu klicken – oder eben auch nicht. Sie kann Information beinhalten oder nichtssagend sein. Oder natürlich der Markenbildung dienen.

Beispiel: www.leben-reisen-arbeiten-im-wohnmobil.de ODER www.crosli.de
Zwei Domainnamen, und beide haben sie ihre Vorzüge: bei der ersteren weiß der Besucher gleich, worum es geht. Ich habe mich jedoch für crosli.de entschieden: kurz, knackig, einprägend.

Ich würde mögliche Projekt- und Domainnamen wie folgt klassifizieren. Wobei alle Urls fiktiv sind, real existierende wären reiner Zufall:

  1. Marke / Branding: www.crosli.de/rennhasenversicherung
    crosli als fiktiver Markenname – bewusst gewählt. Denn dahinter könnte sich alles verbergen.
  2. Personenbranding: www.tanja-moosmann.de/rennhasenversicherung
    Sich als Person vermarkten: oft gesehen bei beratenden / kreativen Freiberuflern, z.B. Fitnesstrainer, Fotografen etc.
  3. Themengebiet: www.versicherungen.de/rennhasenversicherung
    Hier wird der Besucher bereits darüber informiert dass sich diese Seite mit dem Thema Versicherungen befasst / auskennt.
  4. Keyworddomain: www.hasenversicherung.de/rennhasenversicherung
    Noch spezifischer, hier darf der Besucher einen Profi vermuten! Allerdings schränkt man sich selbst etwas ein: allenfalls noch die Hamsterversicherung könnte auf dieser Seite noch platziert werden.
  5. Negativbeispiel: www.muttis-putzblog.de/rennhasenversicherung
    Hier würde man nicht zwingend Kompetenz bzw. nützliche Informationen zum gesuchten Thema vermuten.
  6. Provokant: www.leckere-rennhasen.de/versicherung-teilkasko-und-hasengulasch
    Könnte zwar zu einigen Klicks führen ( also ich würde draufklicken… ), Umsatz jedoch darf man als Seitenbetreiber nicht wirklich erwarten.

Lass dir Zeit, den perfekten Projektnamen finden zu wollen, das kann manchmal ganz schnell gehen, oder es dauert.

Der optimale Projekt- und Domainname hängt also auch davon ab was du mit dieser Seite alles so vorhast. Geht es nur um ein kleines Nischenprojekt, welches sich mit einem ganz bestimmten Thema befassen soll? Oder möchtest du etwas größeres aufziehen, dir Hintertürchen offen halten?

Freie Domain finden

Eine deutschsprachige Domain sollte die Endung .de haben. Eine englischsprachige, sofern sie nicht Menschen eines bestimmten Landes anspricht, .com. Sicherlich gibt es noch viele andere Domainendungen, wie .eu, .info, .org, .net . Doch vermute ich, dass Google das .de mehr zusagt. Ebenso wie den Usern. Für den durchschnittlichen deutschen Internetnutzer ist der Standard einfach das .de .

Um herauszufinden, ob meine Wunschdomain denn noch zu haben ist nutze ich Host Europe. Hier wird mir angezeigt, ob der Name noch frei ist, und auch mit welchen Endungen. Auch sedo.de ist ein gutes Tool, das dir alternative Domainnamen vorschlägt – allerdings inzwischen wohl nur noch zu verkaufende Domains auf dem eigenen Marktplatz. Egal, um Ideen für alternative Domainnahmen zu bekommen, ist es dennoch ein interessantes Tool.

Gerade bei Markennamen / Kunstnamen sehe ich hier aber auch, inwiefern mein Wunschname bereits in anderen Ländern registriert ist. Es geht mir dabei ums Markenrecht. Ich will ja nicht, dass irgendein amerikanischer Konzern mir mit einer Unterlassungsklage daherkommt. Aber Obacht: auf keinen Fall vergessen, den künftigen Projektnamen zu googlen! Gibt es bereits ein Projekt oder ein Unternehmen mit diesem Namen, vielleicht sogar als eingetragene Marke? Dann muss ich einen anderen Projekt- bzw. Domainnamen finden.

Über Domainkauf & neue Domainendungen

Die sogenannten „Exact Matched Keyword Domains“ sind normalerweise alle schon vergeben. Also autoversicherung.de und ähnliches. Wenn deine gewünschte noch frei sein sollte hast du vermutlich etwas falsch gemacht. Denn alles, was sich monetarisieren lässt, ist längst vom Markt. Nun könnte es durchaus sein, dass eine recht gut passende Domain zum Verkauf steht. Oder zwar registriert wurde, jedoch nicht benutzt wird. Wenn es eben diese werden soll kannst du versuchen diese dem Domainbesitzer abzukaufen. Viele Domains werden auch über sedo.de gehandelt.

Eine weitere Ausweichmöglichkeit könnten diese neuen Domainendungen sein. Doch ranken Domains mit .club oder .shop ebenso gut wie eine .de ? Ich bezweifle dies. Eine .de Domain ist für Google ein Indiz dafür, dass die Seite für den deutschen User erstellt wurde. Bei diesen neuen Domainendungen ist dies nicht immer automatisch erkennbar. Auch habe ich selbst bisher faktisch keine neuen Endungen in Google’s Suchergebnissen gesehen. Deshalb würde ich einfach mal die Finger von lassen. Wobei es natürlich möglich ist, dass Domainendungen wie .hamburg oder .bayern vorteilhaft sind, aber eben nur bei entsprechenden Projekten.

Domain gefunden? Weiter geht die Suche nach einem guten Webhoster

Webhosting Angebote gibt es wie Sand am Meer. Teure mit wenig Leistung, Billigheimer mit halbwegs anständiger Performance… Gefühlt musste ich mich in den letzten Jahren als selbständige Webdesignerin mit allen rumschlagen. Nicht alle Hostingpakete kommen mit den notwendigen Features für WordPress daher. Insbesondere dann, wenn mehr installiert werden soll als eine nackte WordPress Installation kann es schonmal nervig werden. Hier kann man also am falschen Ende sparen.

Ich mache es kurz: meine Empfehlung lautet Hosteurope. Der Preis geht in Ordnung, die Server laufen zuverlässig, der Support ist gut (zumindest telefonisch). Und wenn das Projekt mal größer werden sollte kann man sein Hostingpaket jederzeit upgraden. Zu Beginn jedoch reicht das kleinste Paket ( WebHosting Basic von Host Europe ).

Warum Hosteurope? Weil es hier genug Speicher gibt, auch wenn man etwas anderes machen möchte. Selbst im derzeit kleinsten Paket sind es derzeit 50GB. Das reicht ewig. Ein Upgrade ist notfalls schnell gemacht. Doch erst wenn es viele Besucher werden oder technisch aufwändigere Dinge wie ein großer Onlineshop geplant sind empfiehlt sich das Upgraden zu einem Webserver (… mit garantiertem Arbeitsspeicher). Außerdem gibt es kaum Serverausfallzeiten, der telefonische Support ist kompetent, usw. Es gibt auch andere gute Webhoster für WordPress, aber da ich seit Jahren mit diesem Anbieter arbeite, kann ich eben auch nur Hosteurope empfehlen.

Gerade Anfängern würde ich Hosteurope empfehlen. In den vergangen Jahren habe ich mit einigen anderen Webhostern zu tun gehabt, großen wie kleinen. Sicherlich gibt es darunter auch einige Gute. Doch in Sachen Technik wie Support habe ich schon so einiges erlebt. Und nein, 1&1 kann ich an dieser Stelle nicht empfehlen. Milde ausgedrückt.

Noch ein wichtiger Hinweis für’s Webhosting von WordPress: verwende NICHT die 1-Click-Installation, die heutzutage alle Hoster anbieten. Mach es gleich richtig und installiere WordPress händisch, so wie ich es im nächsten Teil dieser Artikelserie aufzeige.

Artikelserie Projektaufbau

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